Reiseführer Polen - Von Ostsee bis nach Schlesien, die schöne Städte Polens entdecken

Von der deutsch-polnischen Grenze zieht sich über 500 km ein bezaubernder, grüner Gürtel mit Stränden und Wälder, über die Insel Usedom, Richtung Osten. Weiter entdeckt man einzigartige Landschaften mit zahlreichen Seenplatten – es sind Masuren, ein Land der 1000 Seen und eine der letzten naturnahen Regionen Europas. Kein Wunder, dass sie auch die beliebteste Ferienregion Polens sind. Über Kujawien, ein Land mit reicher Kulturgeschichte kommt man nach Kleinpolen und die Stadt Krakau, die bis 1596 die Hauptstadt Polens war. Weiter Richtung Süden kommt man nach Schlesien, Polens Ruhrgebiet. Hier herrscht die Hauptstadt Kattowiz. Der kleine Reiseführer Polen hilft das Land neu zu entdecken – von Ostsee über Masuren bis zu Schlesien.
Von der Stettiner Bucht angefangen, die von der unteren Oder bis zur Küste reicht, kommt man nach Stettin, die Hauptstadt Pommern. Diese Stadt ist bestimmt einen Besuch wert. Man sollte vor allem die rekonstruierte Altstadt sehen. Von hier aus hat man den perfekten Ausgangspunkt für ein Besuch auf der Insel Wollin und Usedom. Die ganze pommersche Küste ist sehr vielfältig und interessant. Die niedrige Kliffs wechseln ab mit sanft ansteigenden Dünen und lange, sandige Strände laden zum Spaziergang ein. Wenn man seine Polen Reise in der Region Stettin-Misdroy verbringen möchte, sollte unbedingt der Nationallandschaftspark Wollin besuchen. In dem Park bekommt man viel unberührte Natur sowie seltene Tierarten zu sehen. Westlich von dem Park liegen zwei große Seebäder Polens: Kolberg und Stolpmünde. Auf der Halbinsel Hela entdeckt man richtige, sandige Strände, die ein Paradies für alle Badefans bilden. Von der östlicher Seite schließt sich die Danziger Bucht an. Sie bildet zusammen mit Badeort Zoppot und Hafenstadt Gdingen so genannte Dreistadt Polens. Eine Stunde Fahrt von Danzig Richtung Inland kommt man nach Kaschubische Schweiz – eine hügelige Wald- und Seenlandschaft. In dieser Region, Mitten in der Natur, wo man überwiegend dichte Wälder und zahlreiche Seen findet, vergisst man ganz schnell sein städtisches Leben.
Falls man eine Abwechslung vom Alltag braucht, findet im Erm- und Oberland viel Ruhe und Natur. Es scheint hier die Zeit Mitte des letzten Jahrhunderts stehen geblieben zu sein. Es bieten sich viele Schlösser und Bürge an. Sehr berühmt ist zum Beispiel die Marienburg, die größte Backsteinfesten der Welt. Das ganze Gebiet hier stand unter der Herrschaft der deutschen Kreuzritter. Die Marienburg gehört genauso wie die Stadt Thorn (ebenso Ermland) zu den UNESCO-Welterbe. Wer jedoch ein Seeparadies zum Angeln, Surfen oder Segeln sucht, sollte nach Masuren fahren. Es ist das Land der dunklen Wälder und kristallsauberen Seen, wo es zahlreiche, malerische Dörfer gibt, in denen Klapperstorche und andere seltene Vögel gibt. Masuren gilt als Land der 1000 Seen, obwohl man hier über 2000 finden kann. Die Fläche von all den Seen ist größer als 1 Hektar. Zu den größten Seen gehören unter anderem; Sniardwy (109,7 qkm) und Mamry (102,4 qkm). Sehr viele davon sind durch Kanäle und Flüsse verbunden, sodass die Gesamtlänge über 200 km beträgt. Kein Wunder also, dass hier zahlreiche Wassersport-Fans vom frühen Frühling bis zum Herbst ihre Lieblingssportarten treiben. Masuren sind auch sehr reich an verschiedenen Kanuwegen, sodass hier jedes Jahr auch zahlreiche Kanu- sowie Kajaks-Fans ihren Urlaub verbringen. Wer die Geschichte Polens besser kennen lernen möchte, sollte am besten nach Kujawien fahren. Es ist ein sehr an Kultur reiches Land, wo es noch ein paar Freilichtmuseums entdecken kann. Zu den bekanntesten alten Städten Polens gehören unter anderem Thron und Bromberg, wobei Thorn im gegenteil zu anderen Städten aus Kujawien, die einzige Stadt war, die „unberührt“ den Zweiten Weltkrieg durchlebt hat. Dafür auch ist Thorn, mit seinen zahlreichen Baudenkmaler, ein lebendiges Reservat der gotischen Architektur und damit auch zu den UNESCO Weltkulturerbes gehört. Es ist auch die Heimatstadt von Kopernik (Kopernikus).
Der größte Industrie- und Stahlgebiet Polens war schon von Anfang an Schlesien. Viele sagen, dass Schlesien der schwarze Boden ist, weil es sich hier die Kohlenbergwerke befinden. Heute wird die Zahl an Kohlegruben und Stahlhütten immer kleiner, die Region bleibt aber trotzdem der Ruhrgebiet Polens. Außerdem, faszinierend sind hier die Landschaft und die Kultur. Schlesien, ähnlich wie Bayern, hat eigene Folklore-Kultur und eigene Sprache. In diesem Land herrscht Kattowitz, die Kultur-, Geschäfts- und Sportstadt. Hier wurde die berühmte Kultur- und Sporthalle Spodek gebaut. In dem Land wird die Bergbautradition und die Geschichte sehr gepflegt. Das Nachbarland Polen ist sehr interessant und von vielen Deutschen noch kaum entdeckt.
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